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Bedrohte Kindheiten

HIV und Aids
(Maren Basfeld, Juni 2010)

Aids führt zu Verlust, Aids entwürdigt, Aids tötet. Und dennoch wird dieser Pandemie bis heute nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet. Der Irrglaube, es beträfe einen nicht, hat bereits vielen das Leben gekostet. Aids kann man nicht sehen, ein HIV-negativer Mensch ist von einem HIV-positiven nicht zu unterscheiden. Deshalb machen sich viel zu wenige Menschen Gedanken über Aufklärung und Verhütung. Zu 90 Prozent aller Fälle wird der Virus durch ungeschützten sexuellen Kontakt über Spermien und Scheidenflüssigkeit übertragen. Weitere Übertragungsmöglichkeiten sind Blut oder Muttermilch. Der sexuelle Aspekt veranlasst viele dazu, HIV und das Syndrom Aids zu moralisieren, dem Kranken die Schuld an seiner Infektion zuzuschreiben. Er wird vom Kranken zum Sünder. Bei seiner letzten Afrikareise präsentierte Papst Benedikt XIII. dies nur all zu deutlich und vertrat ein weiteres Mal die Doktrin des Kirchenvaters Augustinus, die besagt, dass Sexualität Sünde, Verhütung durch Kondome Teufelszeug sei. Diese Einstellung hat verhindert, dass viele Millionen Menschen von einer Ansteckung verschont blieben. Die Rolle der Kirche spielt beim Erfolg und der Umsetzung von Präventivmaßnahmen wie Aufklärung und Verhütung eine signifikante Rolle.

Zahlen und Fakten
Geschichte
HIV und Aids: Drei Krankheitsstadien
Namen für HIV und Aids
Übertragung und Verhütung
Risikogruppen
Risikofaktoren
Medikamentöse Behandlung
Folgen
Bildung HIV und Aids
Armut und HIV und Aids
Aidskranke Kinder auf der Straße
Feinde der Aufklärung
Mythen
Maßnahmen
Kosten
Ausblick
Literatur und Links

Zahlen und Fakten
„HIV ist ein Zustand des absoluten Verlustes. Du verlierst die, die du liebst. Du verlierst deine Freunde, deine Arbeit, deine Zukunft. Nichts bleibt außer Verlust. Aber irgendwann hört es auf. Dann bist du (…) so leer, dass du nichts mehr zu verlieren hast..." (Nais Mason (2009), S. 154). Neben gesundheitlichen Problemen schaffen HIV und Aids schwerwiegende psycho-soziale wie ökonomische Probleme. Schon lange sind HIV und Aids kein Phänomen von Randgruppen und Dritter Welt mehr. Jede Minute infizieren sich zehn Menschen weltweit mit dem HI-Virus, die Tendenz ist steigend. Das sind bis zu 7.500 Neuinfektionen und 5.500 Aidstote pro Tag. Bis zu 40 Millionen Menschen sind weltweit infiziert, mindestens 25 Millionen sind an den Folgen des Aidssyndroms seit Entdeckung der HIV-Infektion 1980 gestorben (
http://ipsnews.net/news.asp?idnews=43894: 11.01.2010).

Momentan leben 33 Millionen HIV-positive Menschen weltweit (UNAIDS 2009). Davon sind 2,3 Millionen Kinder (UNICEF 2007). Im Jahr 2007 infizierten sich 420.000 Säuglinge durch Schwangerschaft und Geburt mit dem Virus (vgl. Nais Mason (2009), S. 10). Bis heute zählt man 25 Millionen Aidstote. Zwei Drittel der Infizierten leben im Südlichen Afrika, die meisten sind Frauen. Jede Minute infizieren sich weltweit zehn Menschen mit dem HI-Virus.

HIV und Aids betreffen alle - Kinder, Eltern, Partner, Freunde, Versorger und Arbeitskräfte, Lehrer und Politiker. Nais Mason, UN Botschafterin und selbst HIV-positiv, spricht von Verlust, ein multidimensionaler Verlust, den die Krankheit und ihre Folgen nach sich zieht. Am härtesten trifft dieser Verlust die Kinder. 2,3 Millionen sind HIV-positiv. Viele werden nie das Schulalter erreichen oder die Schule beenden. Ihre Kindheit ist geprägt vom bitteren, schmerzhaften und grausamen Kampf ums Überleben. 25 Millionen Kinder haben bereits ihre Eltern durch HIV und Aids verloren, sind Aidswaisen. Das sind mehr als doppelt so viele Kinder wie in Deutschland leben. 12 Millionen dieser Waisen leben in Afrika, alle 15 Sekunden kommt ein weiteres hinzu.
Südafrika weist derzeit die höchste Prävalenz vor. Deutschland gehört zu den Ländern mit geringeren Zahlen, dennoch infizieren sich pro Jahr schätzungsweise 3000 Menschen mit dem Virus. In der Debatte um HIV und Aids sowie in der Praxis nimmt man dem Status entsprechend eine fragwürdige Einteilung der Menschen in positive und negative vor (vgl. hierzu Greene (2007), S. 8). HIV und Aids belasten negativ, sind in jedem Fall stark stigmatisierend.

Man schätzt die Zahl der Infizierten in Deutschland auf 63.500. Davon sind 75 Prozent Männer und 25 Prozent Frauen. Etwa 400 Kinder sind HIV-positiv. Zu 90 Prozent wurde der Virus durch sexuelle Kontakte übertragen. 65 Prozent aller Infektionen lassen sich bei Männern auf homosexuelle Kontakte zurückzuführen (vgl. RKI und UNAIDS, 2008).

In Deutschland infizieren sich Heterosexuelle mittlerweile öfter als Drogenabhängige (intravenös), die bisher als die zweitgrößte Betroffenengruppe galten. 21 Prozent der HIV-Infektionen finden durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr statt, während "nur" noch 10 Prozent die Drogenabhängigen betreffen. Die Übertragung von der Mutter auf das un- oder neugeborene Kind macht weniger als ein Prozent der Fälle in Deutschland aus. Zurzeit leben rund 5.000 HIV-Infizierte mit dem Vollbild AIDS in Deutschland (vgl. UNAIDS 2008).

In Südafrika hat sich die Situation verschärft. 2000 Neuinfektionen und 1000 Aidstote pro Tag erschüttern das Land am Kap (Grill/Hippler (2007), S. 52). 11 Prozent der Bevölkerung, insgesamt 5,2 Millionen Menschen sind in Südafrika infiziert. Dies betrifft zu 30 Prozent Männer, zu 70 Prozent Frauen. 90 Prozent der Infektionen lassen sich auf hetero-sexuelle Kontaktübertragung zurückführen. 5000 Säuglinge stecken sich monatlich durch Schwangerschaft, Geburt sowie Muttermilchübertragung an. In Südafrika leben 1,4 Millionen Aidswaisen. Bis 2015 wird es weitere 10,5 Millionen Aidstote geben! (UNAIDS 2009 sowie Grill/Hippler (2009), S. 96).
 

Geschichte
Im 14. Jahrhundert starben 25 bis 40 Millionen Menschen an der Pest in Europa. Bis heute ist das fürchterliche Ausmaß bekannt und in Quellen und Geschichtsbüchern nachzulesen. In Kirchen finden wir Abbildungen des „Schwarzen Todes". Die Pest der Moderne, Aids, überholt derzeit diese Zahlen in rasantem Tempo, und ein Ende scheint in weiter Ferne. Prävention, Solidarität und zugängliche, medizinische Versorgung müssen allerorts bewerkstelligt werden. Die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) für 2015 werden nicht erreicht werden. Ziel ist es, die Pandemie einzudämmen und zum Rückgang zu zwingen.

In Afrika wurde die Krankheit bereits in den 70er Jahren am Viktoriasee festgestellt. Die Symptome wurden unter dem Begriff „Slim" beschrieben. In Kalifornien, Amerika, tauchten sie zu Beginn der 80er Jahre vermehrt in der homosexuellen Szene auf. 1981 wies man den Virus in Spermienflüssigkeit und Blut nach. Bereits 1982 ließ er sich auch bei Frauen vermehrt nachweisen, und 1984 wurden seine Symptome mit der Abkürzung Aids benannt. Seitdem herrscht ein Kampf um medizinische Bekämpfungsmittel. Gerüchte, Mythen und wildeste Verschwörungstheorien haben sich um die Herkunft der Krankheit gebildet. Bis heute weiß man nicht ganz genau, wann und wo der Virus entstanden ist (vgl. u.a.
http://aids.about.com/cs/aidsfactsheets/a/hivhis.htm, aufgerufen am 02.04.2010).

HIV und Aids, drei Krankheitsstadien
HIV gehört zu den Retroviren. Diese sind Krankheitserreger, „(…) deren genetische Informationen nicht auf der bekannten Doppelhelix der DNA sitzen, sondern auf dem Einzelstrang der RNA" (vgl. Nolen (2007), 28 Stories, S. 13). Viren brauchen zur Vermehrung fremde, sog. Wirtszellen. Es gibt zwei Spezies - HIV-1 und HIV-2. Erstere taucht häufiger auf und wurde bei Schimpansen (SIV) nachgewiesen. Wie er sich auf den Menschen übertragen hat, ist unklar. Die zweite Spezies, HIV-2, ist seltener und kommt von einer Mangabenart, „grüne Affen" (vgl. Nolen (2007), 28 Stories S. 18). Man vermutet, dass durch den Verzehr von Affenfleisch der harmlose SI-Virus in den menschlichen Kreislauf gelangte, dort mutierte und zu jenen tödlichen Symptomen führte, die uns heute in der Krankheit Aids begegnen. Im Krankheitsverlauf unterscheidet man drei Phasen bzw. Intervalle, die sich von der Infektion mit dem HI-Virus bis zum Endstadium Aids erstrecken. Die erste Phase ist die der Neuinfektion, auch die asymptomatische Phase genannt (A HIV-positiv). Circa drei Monate nach der Neuinfektion lässt sich der Virus erstmals im Blut nachweisen. Ein bis drei Wochen nach der Infektion treten in 70 Prozent der Fällen grippeähnliche akute HIV-Erkrankungen (z.B. Müdigkeit, Gliederschmerzen, Durchfall, Erbrechen, geschwollene Lymphknoten etc) auf. Die Attacken des Immunsystems durch den HI-Virus veranlassen den Körper, massiv neue T-Helferzellen zu produzieren. Diese können den Virus jedoch nicht ausmerzen. Je mehr T-Helferzellen produziert werden, umso mehr kann sich der Virus verbreiten und diese Zellen zerstören. So produziert der Körper erneut – ein Kampf, den der Virus am Ende gewinnt. Je geschwächter das Immunsystem ist, umso anfälliger ist der Körper für andere Krankheiten. Doch solange sich CD4-Zellen (Helferzellen) und der Virus die Waage halten, kann der stabile Zustand zwei bis sechs und sogar bis 20 Jahre anhalten.

Die zweite Phase tritt dann ein, wenn sog. HIV-assoziierte (opportunistische) Erkrankungen wie hohes Fieber, Pilzbefall, Nervenerkrankungen, Gewebsveränderungen, bakterielle Blutgefäßinfektion sowie Gewichtsverlust auftreten etc.

In der dritten Phase spricht man von Vollbild Aids, wenn die opportunistischen Erkrankungen in starkem Maße zunehmen und in regelmäßigen Intervallen von weniger als einem Monat auftreten. Ein Symptom löst das andere ab, der Körper erholt sich nur noch selten endgültig von einer Erkrankung. Starker Gewichtsverlust (sog. Waisting-Syndrom) ist die Hauptfolge der Symptome. Der Körper ist so gebeutelt und geschwächt, dass er nichts mehr aufnehmen kann (vgl. hierzu auch Nais Mason (2009), S. 150).

Um festzustellen, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist, hat man Testverfahren entwickelt, wie der sog. CD4-Test. Das ist nicht der eigentliche HIV-Test. Durch diesen Test wird die Anzahl der CD4-Helferzellen gemessen. Da diese besonders gerne vom Virus befallen werden, kann das Stadium von Aids anhand der Zellenzahl bestimmt werden. Ein gesunder Mensch besitzt 500-1500 solcher Zellen pro Kubikmillimeter Blut, Aidskranke haben oft nur 200 bis 80 dieser Zellen (vgl. Nais Mason (2009), S. 206). Die Tests sind auch dann sinnvoll, wenn ein HIV-Test bereits positiv ausgefallen ist. So kann man die medikamentöse Behandlung besser einstellen und erzielt eine größere Wirkung. Bis heute hat man kein Mittel gegen Aids gefunden. Trotz medikamentöser Behandlungen, die symptomverringernd und lebensverlängernd wirken, ist Aids noch nicht heilbar (vgl. u.a. Grill/Hippler (2009), S. 59-63).

Namen für HIV-Aids
Seit es die Krankheit gibt, und noch vor der medizinischen Entdeckung ihrer Herkunft, wurden ihr Namen gegeben, die man von den Symptomen ableitete. Der wohl bekannteste Name ist „slim-desease" oder „Slim", die Krankheit der dünnen Beine (vgl. Nais Mason (2009), S. 137). Als „Schwulenkrebs" oder „Schwulenpneumonie" waren HIV und Aids lange Zeit in Amerika verschrien, da die Symptome dort in den 80er Jahren erstmals bei Homosexuellen festgestellt wurden.

Übertragung und Verhütung
Hauptübertragungsursache ist ungeschützter Geschlechtsverkehr. Säuglinge infizieren sich zu 20 bis 40 Prozent während der Schwangerschaft und nach der Geburt durchs Stillen. Blutübertragung bzw. direkter Blutkontakt sind weitere Übertragungsmöglichkeiten. Kondome sind das einzige wirkungsvolle Verhütungsmittel bei sexuellen Kontakten. Dennoch sind sie umstritten und werden mitunter gesellschaftlich nicht akzeptiert. „Wie kann ein Mann einen Bobon essen, wenn er noch in Papier gewickelt ist?" (Nais Mason (2009), S. 124). Im Diskurs um Verhütung setzte sich die Katholische Kirche bekanntlich vehement gegen Kondome ein. Bartholomäus Grill sagt dazu: „Es ist eine Notlage, in der es nicht um ein Stück Gummi geht." (S. 173) Die Diskussion um das Kondomverbot ist nicht abgeklungen. Medikamentöse Behandlung wie beispielsweise Nevirapin könnte das Risiko einer Übertragung während der Schwangerschaft und des Stillens auf zwei Prozent senken. Strenge Kontrollen und Vorschriften im Umgang mit Blutkonserven haben das Risiko einer Übertragung des Virus auf Null sinken lassen (vgl. RKI 2009 sowie Bush (2008), S. 204).

Risikogruppen
Besteht ein „Kräfteungleichgewicht", ist der Virus am wirksamsten. Dies trifft im Besonderen auf Menschen zu, die in relativer oder absoluter Armut leben (vgl. Nolen (2007), S. 15). Der HI-Virus befiel zu Beginn seines Erscheinens vor allem Gruppen, die am Rande der Gesellschaft lebten, wie Drogenabhängige, Prostituierte oder Homosexuelle. Heute macht das Virus weder vor sozialen Schichten noch vor Wohlstand halt. Die Pandemie hat sich weltweit ausgebreitet. Doch nach wie vor bestehen Risikogruppen, die in einem erhöhen Risiko leben, infiziert zu werden. Dazu gehören Säuglinge, Frauen, Drogenabhängige, Prostituierte, Kranke, männliche Homosexuelle oder Straßenkinder.

Risikofaktoren
Neben den Risikogruppen bestehen einige Faktoren, die eine HIV-Infektion begünstigen. Die sog. „culture of denial", das Leugnen von HIV und Aids und das Verkennen ihrer Zusammenhänge, führen zur Nichtversorgung vieler Infizierter. Vertritt eine Regierung diesen Standpunkt, zeitigt dies verheerende Folgen, die sich in einer hohen Prävelenz niederschlagen (vgl. Grill/Hippler (2009), S. 53). Die in Teilen Afrikas praktizierte Beschneidung von Jungen und Mädchen, bei der nicht sterile Klingen verwendet werden, können den Erreger übertragen. Polygamie und sog. „Witwenvererbung" bergen ein erhöhtes Risiko einer Verbreitung innerhalb kurzer Zeit. Die meist im südlichen Afrika praktizierte Methode des „dry sex", bei der sich Frauen die Scheidenschleimhäute mit Kräutern und Sand austrocknen, damit der Geschlechtsverkehr vom Mann intensiver wahrgenommen werden kann, führen zu offenen Verletzungen im Genitalbereich und erleichtern eine unmittelbare Übertragung des Virus. Viele Männer, vor allem in Asien, Lateinamerika und Afrika, müssen sich als Fernfahrer oder Wanderarbeiter weit entfernt von ihren Familien verdingen. Selten kommen sie nach Hause zurück und übertragen dann den Virus auf ihre Frauen, nachdem sie sich in den Städten beim Umgang mit Prostituierten infiziert haben (vgl. Nais Mason (2009), S. 112).

Einen erschwerenden Faktor stellen religiöse Institutionen wie die Katholische Kirche, christliche Sekten, Freikirchen, islamische Theologen usw. dar, die Kondome als Verhütungsmittel strikt verbieten. „Seid enthaltsam, bleibt treu! Sündigt nicht!" lauten die Parolen. So wird auf Kondome verzichtet, und es kommt zur Übertragung des Virus beim Akt (vgl. u.a. Grill/Hippler (2009), S. 147).
 

Medikamentöse Behandlung
Noch gibt es kein Heilmittel gegen Aids. Antiretrovirale Medikamente (ARV’s) können lebensverlängernd wirken und die Symptome des Aids-Syndroms verringern oder erträglicher machen. Mögliche Varianten der Medikamentation sind beispielsweise sog. AZT’s. Das ist der Wirkstoff Azydothymidin, der beim HIV-1Typ eingesetzt wird. Nevirapine werden zur Prävention bei Schwangeren und Gebärenden verabreicht, da es die Übertragung des Virus auf das Kind erschwert. Vagina Gele gilt als unsicher, erschwert jedoch die Aufnahme der Viren über die Schleimhäute. Die Mehrheit der Wirkstoffe verringert die Reproduktion der Viren in den CD4-Zellen und verlängert somit den Kampf des Immunsystems gegen die Viren. Bei gesunder Lebensführung können Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, mit Hilfe der ARV’s über Jahre bis Jahrzehnte „gesund" leben, ohne dass die dritte Phase, das Vollbild Aids, eintritt.

Die Medikamente sind jedoch durch hohe Patente sehr teuer. Durch den Druck internationaler Organisationen wie UNAIDS werden sie mittlerweile in einigen Regionen kostengünstiger angeboten (vgl. Nasi Mason (2009), S. 140). Das Medikament besteht aus mehreren Wirkstoffen und wird heute als „Tabletten-Cocktail" verabreicht, der gleich auf mehrere Weisen im Körper wirkt. Zu Beginn der Einnahme sind die Nebenwirkungen stark und eingreifend, weswegen die ARV’s von Aidsleugnern als Ursache der Symptome verdächtigt werden. Hat sich der Körper einmal eingestellt, wirken sich die Medikamente positiv auf das Wohlbefinden aus. Sie müssen sehr diszipliniert eingenommen werden, da der Virus schnell und vielfältig mutiert. Sobald die Medikamention unterbrochen wird, kann bei Wiederaufnahme der Wirkstoff gegen die mutierten Virenformen nichts mehr ausrichten.

Folgen
Stigmatisierung geht in erster Linie von einzelnen Individuen aus. Aber auch Staaten können durch Gesetze und Politik stigmatisierend und diskriminierend wirken. Diese Exklusion wird teilweise soweit getrieben, dass HIV-positive Menschen in bestimmten Ländern, wie beispielsweise Australien oder den USA, kein Einreiserecht haben (vgl. Grill/Hippler (2009), S. 184). In vielen Ländern gelten Witwen und Waisen als Aussätzige, die verfolgt, gepeinigt und ausgegrenzt werden. Immer wieder kommt es in ländlichen Regionen Afrikas und Lateinamerikas zu Vertreibungen Hinterbliebener von Aidstoten. Diese treibt es in die Prostitution der Städte und Slums (vgl. Nais Mason, S. 18, bzw. S. 139). Aus Angst, ausgegrenzt zu werden, hüten sie ihr Geheimnis und führen ein Doppelleben (vgl. Bush (2008): Anas Geschichte, S. 43). Im Besonderen in Europa, wo die Pandemie bis heute im Bewusstsein der Menschen ein „Phänomen der Dritten Welt" geblieben ist, leben HIV-positive Menschen schweigend und in Isolation.
Waisenkinder sind gleich mehrmals von der Pandemie betroffen. Sie haben ihre Eltern verloren. Gleichzeitig lastet das Stigma der Krankheit auf ihnen. Auf sich allein gestellt, wird ihnen jede Entfaltungsmöglichkeit genommen (vgl. Greene (20079, S. 14). Kinderfamilien oder Großmütter, die bis zu zehn Enkel großziehen müssen, prägen Kindheits- und Familienbild in Afrika bereits stark (vgl. auch Bush (2008) S. 81).

Bildung HIV und Aids
Das Paradoxon, dass Bildung HIV und Aids verhindern kann, HIV und Aids jedoch die Bildung und ihre Struktur stark behindern, besteht bis heute. Schulkinder sind diejenige Gruppe mit der niedrigsten Prävalenz. Gleichzeitig sind sie von den psycho-sozialen und ökonomischen Folgen am intensivsten betroffen. Besonders Mädchen müssen nach dem Tod der Eltern den Haushalt und die Elternrolle übernehmen und bleiben der Schule fern. Oft kann das Schulgeld nicht mehr bezahlt werden. Tausende von Lehrern sterben an der Pandemie, ihr Platz bleibt leer. So muss Bildung als Prävention von HIV und Aids gefördert werden.

Armut und HIV und Aids
Armut gilt als Risikofaktor für HIV und Aids, gleichzeitig ist Armut eine unmittelbare Folge von HIV und Aids. Tuberkulose und Malaria, in vielen Teilen der Welt stark verbreitet, sind Haupttodesursache des Aidssyndroms. Armut erschwert den Zugang zu medizinischer Versorgung. Unausgewogene Ernährung und schlechte Lebensbedingungen wie feuchte, kalte Behausungen etc. machen für das Syndrom besonders anfällig. HIV und Aids haben somit ein leichtes Spiel (vgl. Grill/Hippler (2009), S. 141).

Aidskranke Kinder auf der Straße
Millionen von Kinder werden durch HIV und Aids zu Waisen. Einige von ihnen sind selbst infiziert, der Rest wird aggressiv ausgegrenzt und stigmatisiert. Die Straße wird zum Ort des Überlebens und der Freiheit vor Diskriminierungmund Verfolgung durch Nachbarn und Verwandte. Hier erhoffen sich viele ein Leben ohne Armut, Gewalt und Exklusion. Doch die Straße birgt ihre eigenen Gefahren. Diejenigen, die nicht infiziert waren, sind nun einem höheren Risiko der Infektion ausgesetzt. Prostitution und sexuelle Gewalt sowie Straßenkämpfe, bei denen es zu fürchterlichen Verletzungen kommen kann, aber auch Drogenkonsum mit nicht sterilen Nadeln führen über kurz oder lang zur Infektion mit dem Virus. Was für Arme gilt, gilt noch mehr für Straßenkinder. Sie haben selten Zugang zu medikamentöser Behandlung, ernähren sich unausgewogen und unregelmäßig und sind täglich den Witterungen, der Wirkung von Drogen und anderen Stressfaktoren ausgesetzt. Diese Umstände verkürzen das Intervall von Neuinfektionen bis zum Vollbild Aids, und die durch das Syndrom ausgelösten Symptome verlaufen besonders schmerzhaft und heftig. Oft werden Aidskranke aus Angst und Unwissenheit auch auf der Straße massiv ausgegrenzt.

Feinde der Aufklärung
In den Debatten um HIV und Aids geht es immer auch um die Frage der Legitimation, um Wahrheit und um Mythen. Diese stehen einer erfolgreichen Aufklärung entgegen. Die Allmacht des Aberglaubens hat bis heute auch in Europa eine große Macht und schlägt sich negativ auf den Umgang mit der Pandemie nieder. Alte Machtstrukturen, die seit Jahrhunderten in Gesellschaften vorherrschen, erschweren einen aufgeklärten Umgang mit der Krankheit. Sind allein Männer die höchste Autorität in Gesellschaft und Familie, so führt dies nicht selten zur (sexuellen) Unmündigkeit der Frau. In Kulturen, in denen der Vater oder Ehemann als Vormund der Frau gilt, haben diese weinig bis kein Mitbestimmungsrecht, wenn es um ihre Gesundheit und Sicherheit geht (vgl. Nais Mason (2009), S. 108). In Afrika nehmen die Traditionen der Stammesoberhäupter und Medizinmänner starken Einfluss auf den Umgang mit HIV und Aids, wie beispielsweise afrikanische „Chiefs", die eine „Mischung aus halbamtlichen Polizisten und Bürgermeister" darstellen (vgl. hierzu auch Nais Mason, S. 78).

Die ursprünglich intakten soziokulturellen Strukturen wurden durch die Kolonialisierung stark in Mitleidenschaft gezogen und funktionieren meist nur noch parallel zu westlichen Strukturen. Somit haben sie rechtlich gesehen wenig Einfluss, spielen aber in Kombination mit Aberglaube und Mythos eine tragische Rolle in der Verbreitung von Aids in Afrika. Die Allmacht eines Medizinmannes schließt die Macht, Aids zu „heilen" mit ein (vgl. Grill/Hippler (2009), S. 54-55). Wo pharmazeutische Medizin versagt, erhofft man sich Hilfe und Trost bei den Ahnen. Kommerzieller, außerehelicher sexueller Kontakt der Männer, wie er teilweise in asiatischen Regionen (z. B. Thailand) verbreitet ist, erhöht das Risiko der Infektion und Ausbreitung der Pandemie.

Religion und Glaube spielen bei einer sexuell übertragbaren Krankheit immer eine Rolle und rufen bis heute aggressive Kritik an Verhütungsmitteln hervor. Dies geht soweit, dass Kondome durch die katholische Kirche in aller Öffentlichkeit verbrannt werden. Jeder Kranke gilt als sündig und kriminell. Dies verhindert zum einen Verhütung und führt zum anderen zu Stigmatisierung und Tod von Millionen Menschen. „Es darf einfach nicht sein, dass die Kirchendisziplin höher steht als das Recht auf Leben!" (Bartholomäus Grill, 2009). Die Aids-Debatten werden innerhalb der Kirche sehr erhitzt und kontrovers diskutiert. Die weltweite Kritik an der Rolle der (katholischen) Kirche ebbt nicht ab. Schriften der Kirchenväter werden zur Begründung für die radikale kirchliche Moral zitiert (vgl. Grill/Hippler (2009), S. 170). Die Enzykla Humanae Vitae von Papst Paul VI. aus dem Jahre 1968 wiederholt und bekräftigt das Verbot jeglicher Empfängnisverhütung aufs Neue. Dieses Verbot wurde im Auftrag Papst Johannes Paul II. im „Vademecum für Beichtväter" von 1997 bestätigt. Gemäßigte Stimmen appellieren indes an Verstand und Humanität des Papstes, dem Massensterben durch ein Ende des Kondomverbotes Einhalt zu gebieten.

Bis heute überlebt eine so genannte „cultur of denial (Kultur der Verleugnung)". Besonders in Südafrika, dem Land, welches bis heute am meisten für Aids-Aufklärung ausgegeben hat und das die höchste Aidsprävelenz vorweist, findet diese Kultur ihren Nährboden. Aids-Dissidenten wie die Amerikaner Rasnick und Duesberg haben mit ihren Verleugnungscampagnen diese Debatte entfacht. Wildeste Verschwörungstheorien, wie die Rian Malans, füttern die Verleugnungsdebatten und Hetzkampagnen mit immer neuen Geschichten, die belegen sollen, warum es Aids nicht gibt bzw. wen es geplant ausrotten soll. Den Millionen von Infizierten nützen diese Debatten nichts mehr. Sie werden wie 30 Millionen vor ihnen eines Tages an Aids sterben. Die Pandemie muss holistisch, also ganzheitlich, betrachtet werden. Nur so kann sie effektiv bekämpft werden. Moralisierung und Stigmatisierung führen nicht weiter.
 
Mythen
Seitdem das Aidssyndrom in den 80er Jahren auftauchte, ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien über seine Entstehung, Herkunft und Auswirkung um die Krankheit. Viele dieser Legenden lassen sich durch gezielte Aufklärung auflösen. Doch sobald kulturspezifische Traditionen davon betroffen sind, erweist sich dies als besonders prekär. In vielen Regionen Afrikas wird an eine Übertragung des Virus durch die Stiche der Kokonyana-Fliege sowie Hexerei, Zauberei und den böser Blick geglaubt.

Glaube und Religion spielen im Kontext der Aidsaufklärung eine entscheidende Rolle. Im 16. Jahrhundert wurde in Krankheiten wie die Syphilis die Sündenstrafe Gottes (Paracelsus) gesehen. Der Geschlechtsakt war etwas Unsauberes, Lasterhaftes und eine Strafe somit gerechtfertigt. Das Gleiche geschieht heute bei der Moralisierung von Aids (vgl. hierzu u.a. Grill/Hippler (2009), S. 39-41).
In Verschwörungstheorien gilt Aids als Erfindung der Pharmakonzerne, um Afrika ökonomisch ausbluten zu lassen. Andere behaupten, die Pandemie sei bewusst ausgelöst worden, um die schwarzen Afrikaner ausrotten zu lassen. Begriffe wie „Doktor Death" symbolisieren das Böse in Form eines Wissenschaftlers, der im Labor den tödlichen Virus herstellt, um ihn dann in der Welt zu verbreiten. So betrachtet eine Theorie die Polioimpfungen, die während der Kolonialzeit und bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts durchgeführt wurden, als eigentliche Infektion der Afrikaner mit dem Virus. Andere machen die Geheimdienste dafür verantwortlich.

Als die lebensverlängernde Medikamention auf dem Markt war, kamen Debatten um deren Wirkung auf. Die letzte südafrikanische Regierung - Thabo Mbeki (Präsident) und Manto Tshabalala-Msimang (Gesundheitsministerin) - deklarierte die ARV‘s für toxisch und blockierte lange Zeit deren Zulassung im Land (Grill/Hippler (2009), S. 74). Der Mythos, der Jungfrauenbeischlaf heile Aids, führt nicht nur zu Tausenden von Neuinfektionen, sondern auch zu massiver sexueller Gewalt an Jugendlichen, Kindern und Säuglingen.

In Europa sieht man die Ursache der massiven Verbreitung der Pandemie in Afrika bisweilen im „zügellosen" Sexualleben der Afrikaner. Tatsächlich haben Afrikaner, auf das ganze Leben verteilt, nicht mehr Sexualpartner als Amerikaner, Asiaten oder Europäer (Grill/Hippler (2009), S. 73). Gleichzeitig wird behauptet, der Afrikaner lebe „im Hier und Jetzt" und kümmere sich nicht darum, ob er infiziert werden könne. In Anbetracht der wirtschaftlichen Situation von Millionen von Haushalten hat der Lebensstil eher mit Hunger und bitterer Armut zu tun. Die meisten Betroffenen können sich nicht einmal eine vitaminreiche Ernährung, geschweige denn Medikamente leisten (Vgl. Nais Mason (2009), S. 174). Der Mythos „Aids ist heilbar" hält sich bis heute hartnäckig.

Maßnahmen
Nicht alle Maßnahmen, die weltweit angeboten werden, sind sinnvoll und erfolgreich. UNAIDS nennt an erster Stelle eine starke, stabile Regierung, die sich offiziell zu dem Problem bekennt und wirksame, anhaltende Strategien zur Aids-Prävention in ihrer Politik anstrebt und umsetzt. Entgegen vielen Debatten muss auch bei sinkenden Zahlen von Infektionen massiv aufgeklärt werden. Präventionsprogramme sind notwendig. Je mehr Regierungen sich einer solchen Politik anschließen, umso mehr Länder können längerfristig von vernetzter Beratung, Betreuung, Behandlung und Aufklärung profitieren.
Zugleich wird weltweit zur Solidarität mit von Aids Betroffenen aufgerufen. Solidarität statt Stigmatisierung, Prävention statt Nachsorge, Verstehen statt Ausgrenzen, Handeln statt Reden sind Vorsätze im erfolgreichen Kampf gegen HIV und Aids. (
http://data.unaids.org/pub/GlobalReport/2008/jc1510_2008_global_report_pp187_210_en.pdf).

Kosten
Eine medikamentöse Behandlung des Aidssyndroms durch die ARV’s kostet ca. 800 Euro pro Monat. Auf $500 bis $600 jährlich soll der Preis gesenkt werden. Dennoch wird diese Summe für viele unerschwinglich bleiben. Plagiate und Raubkopien der Medikamention werden z.B. in Indien unter dem Namen „Cipla" kostenfrei an Kranke ausgegeben. Bis heute unterstehen die ARV’s Patente der Pharmakonzerne. Das Patentrecht wirkt somit verhindernd auf die legale freie Ausgabe der lebenserhaltenden Medikamente an bedürftige Kranke (UNAIDS 2006). Amerika gab insgesamt $4,3 Milliarden für die Bekämpfung von HIV und Aids aus, $200 Milliarden für Krieg und Wiederaufbau in Afghanistan und Irak (Grill/Hippler (2009), S. 133).6,6 Milliarden wären UNAIDS zufolge 1999 nötig gewesen, um die Pandemie durch Aufklärung und bereitgestellte Medikamention im Besonderen für schwangere Mütter an ihrer rasanten Verbreitung zu hindern. Die westlichen Geberländer stellten insgesamt $560 Millionen zur Verfügung (vgl. u.a. Nolen (2007), S. 11). Diese Zahlen belegen, dass der Pandemie und ihrer Bekämpfung weltweit nur marginale Priorität beigemessen wird.

Ausblick
„Aids überfällt uns nicht wie eine Naturkatastrophe. Hinter der Krankheit steht immer eine Geschichte. Jeder Aids-Kranke hat seine Geschichte – und gleichzeitig eine, die er oder sie mit anderen Aids-Kranken teilt" (Nais Mason: Meine Kraft ist die Hoffnung, 2009, S. 240). Seit drei Jahrzehenten ist der Welt das Ausmaß dieser Krankheit bekannt. Die Pandemie betrifft jeden, jeden kann es treffen. Hinter jeder Infektion steht ein Mensch. Noch ist die Krankheit nicht heilbar, doch wenn die Welt sich der Einzelschicksale annimmt, kann die Würde des Menschen gewahrt bleiben und der Krankheit ein Teil ihres Schreckens genommen werden (vgl. auch Henning Mankell in „Ich sterbe aber die Erinnerung lebt", S. 139).

Literatur
Bush, Jenna: Anas Geschichte. Ein Stück Hoffnung. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2008.
Cameron, Edwin: Tod in Afrika. Mein Leben gegen Aids. München: C. H. Beck 2007.
Greene, Melissa F.: „Alle meine Kinder". Heregewoin Teferra – Ein Leben für die Waisen Äthopiens. München: Blanvalet 2007.
Grill, B./Hippler, S.: Gott. Aids. Afrika. Das tödliche Schweigen der Katholischen Kirche, Köln: Bastei Lübbe 2009.
Mankell, Henning: Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt. München: DTV 2006.
Mason, Nais: Meine Kraft ist die Hoffnung. Düsseldorf: Patmos 2009.
McDaniel, Lurlene: Anne. Sechzehn ist zu früh zum Sterben. München: Wilhelm Goldmann Verlag 1994.
Nolen, Stephanie: 28 stories über Aids in Afrika. München: Piper 2007.
Le Vack, Dale: Gods Golden Acre. A Biography of Heather Reynolds. Oxford: Monarch Books 2005.
Raff, René: Facts of Life. Cape Town: Struik Publishers 1993.

Links
Klöpfer, Carsten: Aids und Buddhismus, in: Hannes Stubbe, Chirly Dos Santos-Stubbe (Hg.): Kölner Beiträge zur Ethnospsychologie und Transkulturellen Psychologie, S. 73-96. Göttingen: V&R Unipress 2007. Auszüge unter:

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.journal-ethnologie.de/res/Media/journal-ethnologie.de/Medien/Schwerpunktthema/2007/AIDS_und_Buddhismus_2Bild185004337E8L.
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Schwerpunktthemen_2007/Heilen_und_Wandel/AIDS_
und_Buddhismus/index.phtml&usg=__f1oYJyOx_e8C1XJhG3vxkAUvJQc=&h=400&w=300&sz=18&hl=de&start=
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